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Sylke tanzt auf Zehenspitzen mit erhobenen Armen in einem Tanzstudio

„Tanzen und Spielen sind für mich die allerschönste Art, mit der Welt in Kontakt zu treten.“

Sylke Neuffer

Ich mag es, von klein an zu tanzen – ob zur Musik oder mit den Wellen am Meer. Da hat etwas in mir Klick gemacht, was sich einfach gut und stimmig anfühlt. Das ist die Wurzel meiner Begeisterung für den Tanz.

Es war dieses Gefühl von Lebendigkeit und Freiheit, das mich tief berührt hat. Damals wusste ich noch nicht, dass daraus einmal mein Beruf werden würde. Aber ich wusste, dass ich mich dort zu Hause fühle.

Mit 15 Jahren stand ich zum ersten Mal vor einer Tanzklasse und habe begonnen zu unterrichten – damals waren es noch Ballettstunden. Daraus entwickelte sich ein großes Interesse für das ganze Spektrum an tänzerischen Ausdrucksmöglichkeiten.

Sylke tanzt in einem geblümten Kleid mit ausgebreiteten Armen, hinter ihr spielt eine Harfenistin
Kinder tanzen barfuß in einem hellen Tanzsaal

Mein Weg führte mich durch Schulen, Akademien, Jugendhäuser, Kliniken und Tanzschulen. Überall durfte ich erleben, wie Menschen aufblühen, wenn sie einen Raum finden, in dem sie sich ohne Bewertung bewegen, ausprobieren und ausdrücken dürfen.

Je länger ich unterrichtete, desto mehr interessierte mich nicht nur, wie Menschen sich bewegen, sondern was Bewegung in ihnen verändert.

Diese Neugier führte mich nach New York, wo ich als Scholarship-Studentin bei Jennifer Muller und ihrer Company trainieren durfte. Dort begegnete ich Tänzerinnen, die nicht dem klassischen Schönheitsideal entsprachen. Ihre Kraft, ihre Präsenz und ihre Freiheit haben mein Verständnis von Tanz nochmal bestärkt und mich ermuntert, meinem Weg weiter zu folgen.

Etwa zur gleichen Zeit erhielt ich meine erste Faszienbehandlung. Ich erinnere mich noch gut an das Gefühl danach. Mein Körper fühlte sich plötzlich ganz natürlich aufgerichtet und gleichzeitig kraftvoll an.

Diese Erfahrung hat mich tief berührt und auch zum Staunen gebracht. Ich wollte ergründen, warum eine so sanfte Berührung so viel verändern kann. Daraus entstand der Wunsch, selbst Körpertherapeutin zu werden. So begann ich auch in Einzelsessions zu arbeiten und Menschen in ihrer Aufrichtung zu begleiten.

Durch ein Interesse für Tai Chi kam das Idogo Qi Gong in mein Leben. Es hat mein Wissen über die Bewegungsprinzipien und deren Energetik im Körper vertieft. Idogo ist für mich ein Tanz an fließenden Bewegungsformen mit einem wunderschönen, kugelig angelegten Holzstab. Es hat meine Bewegungsqualität sehr geprägt.

Die langjährige Idogo-Praxis schenkt mir Ruhe, Zentrierung und eine Durchlässigkeit in meinem Körper. Bis heute fließt sie ganz selbstverständlich in meine Kurse und in meine eigene tägliche Praxis ein. Ich übe im Sommer am liebsten allein und in Gruppen in der Natur.

Sylke übt Idogo Qi Gong mit dem Holzstab auf einem Waldweg

Eine weitere Tür öffnete das freie Malen in mir. Ich hätte nie gedacht, dass Malen so viel Freude in mir und anderen freisetzen kann. Es ist für mich die perfekte Ergänzung zu den raumgreifenden Bewegungen des Tanzes – ein tief bei sich Ankommen können, spielerisch frei im Spiel mit Farben und inneren Bildern.

In Paris bei Arno Stern konnte ich mehr über unsere natürliche Bildsprache erfahren und was diese zum Blühen bringt. Daraus entstand der Wunsch, meinen eigenen Malraum „Mal im Glück“ (öffnet in einem neuen Fenster) in Lauffen zu gründen.

Hier biete ich altersübergreifende Malkurse an.

Außerdem gestalte ich Kurse zum Thema „Malen und Geschichten erzählen“.

Ein Mädchen kniet auf dem Parkett und malt mit Kreide ein großes Bild in Grün- und Blautönen

Ich glaube, dass wir uns am freiesten entfalten können, wenn wir uns sicher fühlen.

Heute fließen all diese Erfahrungen ganz selbstverständlich in meine Arbeit ein. Ich arbeite mit Tanz, Faszienkörperarbeit, Idogo Qi Gong und kreativen Prozessen – nicht, weil möglichst viele Methoden wichtig wären, sondern weil jede von ihnen einen anderen Zugang eröffnet, sich selbst wieder näherzukommen.

Ein klarer Rahmen schenkt Orientierung. Erst darin entsteht der Mut zu spielen, Neues auszuprobieren und den eigenen Ausdruck zu entdecken.

Aus dieser Haltung sind auch die joy of dancing TanzSpielKarten entstanden – gewachsen aus vielen Jahren praktischer Erfahrung. Mit ihnen möchte ich Pädagoginnen, Therapeutinnen und Bewegungslehrende dazu einladen, kreative Prozesse spielerisch zu gestalten und Menschen in ihrer Ausdruckskraft zu stärken.

Mehr über die TanzSpielKarten →

Kinder sitzen im Kreis um aufgefächerte bunte TanzSpielKarten und eine Stopp-Karte

Ich glaube, dass in jedem Menschen mehr Lebendigkeit, Kreativität und Ausdruckskraft steckt, als er oft selbst vermutet. Hierfür Orte zu schaffen, in denen wir uns erinnern, was schon alles in uns angelegt ist, ist mir ein Herzensanliegen für die Zukunft.

  • Geboren und aufgewachsen in Heilbronn
  • Ausbildung zur Tanzpädagogin an der Akademie des Tanzes Mannheim und an der Iwanson-Schule München
  • Gastengagement am Tanztheater Telos Stuttgart – Arbeit mit Gehörlosen
  • Scholarship-Studium bei Jennifer Muller / The Works, New York
  • Ausbildung zur Körpertherapeutin in Faszienkörperarbeit in New York
  • Ausbildung zur Idogo-Qi-Gong-Lehrerin bei Ping Liong Tjoa, Stuttgart
  • Ausbildung am Institut für Ausdruckssemiologie von Arno Stern in Paris
  • Mitbegründerin des Duos ZWEI. mit der Harfenistin Maren Ferber
  • Erfinderin der TanzSpielKarten JOY OF DANCING
  • Psychomotorik
  • Spiraldynamik
  • Feldenkrais
  • Alexander-Technik
  • Ideokinese